Blog 24 – Liana Lodge

Sollte unser Blog die Lust auf ein persönliches Kennenlernen von Selva Viva geweckt haben, so können wir für ein paar unvergessliche Tage im Regenwald die „Liana Lodge“ wärmstens empfehlen. Sie liegt am nördlichen Ende von Selva Viva kurz vor der Mündung des Rio Arajuno in den Rio Napo. Diese wollen wir uns heute anschauen und danach wichtig anstehende Erledigungen im Internet tätigen. Die Glasfaserleitung, welche in Folge der Flut von ein paar Baumstämmen zermahlen wurde, ist inzwischen repariert und so hoffen wir gut voranzukommen.

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Der Abstecher zum Zusammentreffen der beiden Flüsse dauert länger als erwartet. Denn die erste Begegnung der beiden Ströme verläuft entlang einer Kiesbank und ist für uns mit dem Kanu unpassierbar. Der Wasserpegel hat gerade ein normales Niveau, so dass viele Kies- und Sandbänke frei liegen: einzigartige Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten. An der Mündung selbst ist der Rio Napo erstaunlich schmal, was dem tiefen Flussbett geschuldet sein wird. Die Strömung jedenfalls ist enorm und der Motor heult auf voller Leistung um uns zurück in den Rio Arajuno zu manövrieren.

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Die Liana Lodge wurde von der Mitbegründerin von Selva Viva Angelika Raimann zusammen mit ihrem Mann Remigio Canelos gegründet und wird seit dem tragischen Unfalltod von Angelika im Jahr 2011 von Remigio weitergeführt. Am besten erreicht man die Lodge per Kanu von Puerto Barantilla oder Ahuano aus. Es gibt von hier allerdings auch einen Weg durch den Wald zur Straße Richtung Finca Liza. Für die zukünftige Entwicklung von der Finca Liza könnte es sehr interessant sein, diesen Weg auszubauen und auf Vordermann zu bringen. Denn dann könnte man direkt ohne große Umwege (bisher muss man erst mit dem Boot bis nach Puerto Barantilla und dann per Auto oder Bus) zur Finca gelangen. Dazu müsste man sich aber auch erst mit zwei weiteren Anrainern einigen, deren Fincas dabei überquert werden müssten.

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In der Liana Lodge jedenfalls lässt es sich gut aushalten. Neben Aktualisieren des Blogs versuchen wir uns in der Installation von Windows XP auf Adrians altem Laptop. Diesen würden wir gerne den Waldhütern überlassen, damit sie auch in Zukunft mit der GPS-Kartierung fortfahren können und auch selbst dazu arbeiten. Mit diversen Umwegen bekommen wir die Kiste tatsächlich zum Laufen, allerdings bisher nur im Schneckentempo. Zumindest funktionieren Internet und Textverarbeitungsprogramme recht flüssig – allein das dürfte schon eine große Hilfe sein, denn bisher liefern die Waldhüter ihre Reports in Papierform ab.

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Die Zeit verfliegt und bald ist es dunkel. Zum Glück fahren die Kanus auch nachts – dann allerdings mit Zuschlag. Faszinierend ist jedenfalls unsere Rückfahrt ohne Licht, nur die Geräusche und Gerüche des Kanus, Flusses und Waldes wahrnehmend.

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