Liebe Leserinnen und Leser

dieser Blog soll mit einer kurzen Vorstellungsrunde beginnen. Zum einen zu den Personen die hinter ihm stehen, zum anderen zu der Organsation für welche wir arbeiten. Fangen wir mit den Personen an. Viele dürften uns zwar kennen, aber wir hoffen natürlich dass dieser Blog auch über den Familien- und Freundeskreis Beachtung findet. Wir, das sind Adrian und Chris. Wir kennen uns aus Schulzeiten und haben es nun tatsächlich geschafft, in einem Projekt für den Schutz des Regenwaldes, für eine zeitlang zusammen zu arbeiten.

Adrian (38) kämpft sich seit Jahren als freiberuflicher Forstsachverständiger durch den Dschungel der Marktwirtschaft. Er verschwand in der Vergangenheit bereits mehrfach (und womöglich zur klammheimlichen Freude mancher seiner Mitmenschen) für Wochen und Monate spurlos in den Wäldern Süddeutschlands, um dort unter anderem für ForstBW Bäume zu zählen und hin und wieder arglose Waldbesucher zu erschrecken. Er ist Diplomforstwirt, fachlich, intellektuell und kreativ chronisch unterfordert, und – pssst! – skandalös unterbezahlt von seinen vorbildlich nachhaltig wirtschaftenden Auftraggebern aus Wirtschaft und Verwaltung. Nun er ist tatsächlich im Dschungel, um das zu tun, was er am besten kann: Mit Messgeräten den Wald zu durchstreifen, Daten zu sammeln und dabei hin und wieder Leute zu erschrecken.

Chris (37) ist promovierter Umweltingenieur und Molekularmediziner. In Deutschland arbeitet er in der klinischen Forschung im Bereich Diagnostik mit ziemlich großen und komplizierten Geräten. Das ist spannend, aber noch wichtiger findet er den Schutz der letzten Urwälder dieser Erde. Südamerika würde er als seine zweite Heimat bezeichnen. Er hat hier nach dem Abitur anderthalb Jahre in Santiago de Chile einen Entwicklungshilfedienst geleistet. Neben Praktika im brasilianischen Küstenregenwald und Amazonas hat er einen großen Teil des Kontinents bereist und hat die beste Zeit immer in Urwaldregionen verbracht. Seit über 15 Jahren arbeitet er ehrenamtlich bei Greenpeace und hat zusammen mit Vera Baumert im Jahr 2011 den ersten Konakt zu Selva Viva hergestellt.

Die Waldgruppe von Greenpeace Freiburg war damals auf der Suche nach einem konkreten Schutzprojekt, welches nicht wie Greenpeace in überregionalen Kampagnen, sondern auf lokaler Ebene versucht den Wald zu schützen. Bei der Reise nach Ecuador 2011 konnten sie Selva Viva persönlich kennenlernen und seitdem hat sich die Unterstützung und Zusammenarbet kontinuierlich weiterentwickelt. Diese hat zum einen eine finanzielle Seite, d.h. ein Teil des Gehalts der Waldhüter von Selva Viva wird von uns mitgetragen. Zum anderen helfen wir mit einmaligen Sachspenden wie Funkgeräten oder Laptops. Einen wichtigen Beitrag hat auch Eckart Schultze geleistet, als er 2013 für ein paar Monate im AmaZOOnico beim Bau neuer Gehege mit Hand anlegte.

Das Projekt „Finca Liza“ stellt einen neuen Meilenstein in der Zusammenarbeit zwischen Greenpeace Freiburg und Selva Viva dar. Bei der letzten Generalversammlung von Selva Viva in der Schweiz wurde beschlossen, dass das Konzept Finca Liza maßgebelich auch von der Waldgruppe von Greenpeace Freiburg mitentwickelt werden soll. Sigi Andermatt von Selva Viva hatte im Vorfeld schon einen Strategieplan für die Finca entworfen auf welchem wir nun aufbauen und diesen ergänzen. Dazu rücken wir mit viel Spezialgerät aus, wie ihr im Laufe dieses Blogs erfahren sollt.

Die nächsten vier Wochen wollen wir euch mit täglichen Updates von unserer Arbeit berichten, aber was uns noch viel wichtiger ist, euch das Wunder Regenwald und euch diese fantastische Organsation Selva Viva näherbringen. Dazu findet ihr auf den folgenden Seiten viele Hintergrundinfos zu Selva Viva und Finca Liza.

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